Warum LED-Leuchten nicht mehr so grässlich wie früher sind und wie ihr farbtreue LEDs findet

Shownotes

Wisst ihr noch, wie grottig die ersten LEDs Anfang der 2000er waren? Sie strahlten kalt, Farben wirkten blass, Personen sahen fast kränklich aus, und geflackert haben sie manchmal auch noch. Seitdem ist viel passiert, die Probleme sind größtenteils behoben und moderne LEDs leuchten voll wohnzimmertauglich.

In diesem Video erklären wir euch, warum die alten LEDs so schrecklich waren und was sich verbessert hat – und wir geben euch Tipps, wie ihr besonders farbechte, flimmerarme und fürs Dimmen geeignete LED-Leuchtmittel beim Kauf erkennt.

Moderation: Jörg Wirtgen Redaktion: Georgiy Belashov

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0:00 Intro 0:36 Warum LEDs anfangs so grottig waren 2:12 Fortschritte der LEDs, Farbqualität, CRI, Ra 3:24 R9 ist noch aussagekräftiger 4:11 Flimmern: Pst, SVM 5:26 Dimmen 6:00 Fazit

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00:00:00: Wie grässlich die ersten LEDs früher waren.

00:00:02: Die hatten total fahles Licht und die Farben wirkten blass und die Gesichter wirkten fast krank.

00:00:09: und geflimmert.

00:00:09: haben sie dann auch noch, kein Wunder dass wir lieber wieder alte Glühwein reingeschraubt haben besser.

00:00:18: Es hat sich viel getan seitdem, fast alle Probleme sind behoben und die modernen LEDs leuchten voll.

00:00:23: Wohnzimmer tauglich!

00:00:24: In diesem Video erklären wir euch was ich alles getan habe, warum die alten LEDs so schrecklich waren und wir geben euch Tipps wie ihr farbstarke und flimmerfreie LEDs kaufen könnt.

00:00:35: Viel Spaß Ja, was macht eigentlich gutes Licht aus?

00:00:38: Die Sonne ist unsere Referenz.

00:00:40: Da haben sich unsere Gehirn- und Augen seit Jahrmillionen dran gewöhnt.

00:00:44: Das ist für uns das volle weiße Licht.

00:00:46: Es setzt sich aus ganz vielen Farben zusammen den sogenannten Spektralfarben Und wenn einzelne davon fehlen dann leidet die Farbwiedergabe.

00:00:53: und genau dass es bei den alten LEDs passiert.

00:00:55: Ihr Spektrum sieht eher aus wie so eine Schnecke.

00:00:58: Ne ordentlicher Einbruch beim türkis und vor allem beim rot lässt es ganz schnell nach.

00:01:02: und dieses fehlende satte Rot weswegen wir Menschen Gesichter dann als fast kränklich und Farben als Fall wahrnehmen.

00:01:11: Vor allem im Vergleich zu dem, wo wir jetzt auch schon mindestens ein paar Zehntausend Jahre reingucken nämlich in künstliches Licht.

00:01:16: Anfangs Lagerfeuer und Fackeln und Kerzen und inzwischen Glühbirn- und Hallogenstrahler Und die haben alle eine ähnliche Spektralverteilung mit einem satten Rot.

00:01:25: Das Spektrum ist auch weit weg von Ideal oder Sonnenlicht ähnlich.

00:01:28: aber das nehmen wir als warm war und an diese Farbverschiebung haben wir uns gewöhnt.

00:01:33: Ein ähnliches Problem gibt es auch bei Leuchttafrohren und bei Gas-Entleidungslampen.

00:01:37: Da fehlen auch ganz schön viele Spektralfarben, die unterschiedlichen Formen der Spektorin liegen übrigens daran wie das Licht jeweils entsteht.

00:01:44: Glühbirne und auch Sonne und Feuer übrigens die erzeugen sogenannte thermische Strahlung über ein sehr breites sehr gleichmäßiges Spektrum dass weit über das sichtbare für uns sichtbarere Licht hinausgeht.

00:01:55: deswegen übrigens sind glühbirnen auch so ineffizient.

00:01:58: LEDs hingegen sind deswegen so effizient, weil sie ihre Strahlung auf den sichtbaren Bereich des Lichts beschränken durch eine geschickte Materialwahl.

00:02:05: Dadurch entstehen allerdings eben auch die Lücken im Farbspektrum und ähnliches gilt für Gas- und Ladungslampe und für Leuchterfröhren.

00:02:12: Und genau bei dieser Materialwahlen der Beschichtung der LEDs hat es in den letzten Jahren unglaubliche Fortschritte gegeben.

00:02:17: Inzwischen gibt es Vollspektrum LEDs mit einem schöneren Rot und einem viel gleichmäßigeren Spektrum.

00:02:23: Aber wie findet ihr nur die neuen Voll-Spektrum-LEDs im Laden?

00:02:27: Es reicht nicht nach der Farbtemperatur zu gehen, sie bleibt weiter wichtig.

00:02:30: also Farbstimmung ist natürlich ein Auswahlkriterium aber diese Zahl in Kälvyn, fünf von sechs Grad Kälvin, Warmweiß, Kaltweiß

00:02:37: usw.,

00:02:38: das sagt nichts über das Farbspektrum aus.

00:02:41: Stattdessen guckt ihr nach dem RA Wert, Referenzindex allgemein heißt das oder auf Englisch CRI Color Rendering Index.

00:02:48: Das meint beides das gleiche.

00:02:50: es handelt sich dabei um einen Mittelwert wie gut acht verschiedene Testfarben R-I bis R-Acht dargestellt werden.

00:02:57: Der maximale CI-Wert ist hundert, das meint Sonnenlicht.

00:03:01: Die schlechten LEDs da Anfang des Jahrtausends hatten so sechzig bis achtzig.

00:03:05: ungefähr seit zweitausendundzwanzig gilt eine EU Verordnung die mindestens CRI achtzig vorschreibt.

00:03:13: Das ist schon ganz ordentlich.

00:03:15: Heutzutage kriegt ihr in Baumärkten und Supermärkten aber auch problemlos CRI neunzig Leuchtmittel oder manchmal sogar CRI fünfneunzig für unter zehn Euro pro Stück.

00:03:24: Wenn es so richtig knallen soll, dann schaut mal ob ihr Lampen findet mit einem R-neuen Wert.

00:03:29: In diesem normalen RA-CI-Wert sind nur die ersten acht Testfarben drin und R-Neun knalliges rot das Filter leider ein guter wert wäre einen r neun über fünfzig aber nur ganz wenige hersteller geben das überhaupt an.

00:03:43: Hier zum Vergleich mal zwei Fotos, die wir in unserem Fotostudio mit unterschiedlichen Leuchtmitteln aufgenommen haben.

00:03:48: Achtet vor allem unten links auf die Kunstblume!

00:03:51: Wenn ihr keinen großen Unterschied seht, liegt vielleicht an eurem Gerät, je nachdem wo ihr das Video jetzt gerade guckt.

00:03:56: Vielleicht kann das ja gar keine guten Rot-Töne.

00:03:59: Links ist die Birne, die hatte

00:04:00: R.A.'s

00:04:01: III und

00:04:02: R.N.'s

00:04:03: VII Superfarbstark also Und rechts eher günstige Qualität,

00:04:08: R.R.'s

00:04:08: I und R'n IX.

00:04:11: So kommen wir zum Flimmern.

00:04:13: Das entsteht vor allem bei alten LEDs dadurch, dass sie unseren Wechselstrom nicht in konstanten Gleichstrom gewandelt kriegen sondern das hier mit doppelter Netzfrequenz bei uns also mit hundert Hertz flimmern.

00:04:24: Die meisten Menschen dürfen so ein Hundert Herzflimmern zwar nicht wahrnehmen, empfindliche Menschen kriegen vielleicht Kopfschmerzen oder trockene Augen aber gefährlich kann es werden wenn ihr Maschinen bedient.

00:04:33: Denn durch den Stroboskop-Effekt können sich drehende Teile so aussehen als würden sie stillstehen.

00:04:38: das kennt ihr vielleicht von so Videoaufnahmen von Hubschrauberrotoren.

00:04:41: und wenn man in so einen laufenden Sell geblatt und das will man lieber nicht.

00:04:45: Ihr könnt das ausprobieren, indem ihr eure LEDs mal filmen mit dem Smartphone beispielsweise und euch das dann in Zeitlupe anschaut.

00:04:51: Dann müsstet ihr das Flimmern deutlich erkennen.

00:04:53: Schaltet vielleicht auch mal zwischen twenty-fünfunddreißig Frames um wenn der Smartphone das unterstützt.

00:04:58: Die meisten neuen LEDs flieh man aber kaum noch oder gar nicht mehr weil sie den Netzstrom viel besser glätten.

00:05:04: Zudem schreibt die schon erwähnte EU Verordnung Grenzwerte vor und zwar den PSTLM und den SVM Wert Perception of Short-Term Light Modulation und SVM steht für Stroposcopic Visibility Measure.

00:05:21: Die Verordnung liegt fest, dass PSCL M höchstens ein sein darf.

00:05:24: von SVM Höchstes Null Komma Fier.

00:05:26: so zum Abschluss zum Dimmen.

00:05:27: wenn man also Sonn Drehschalter als Lichtschalter hat.

00:05:31: viele auch aktuelle LEDs können sich gar nicht wirklich dunkler schalten sondern per pulsweiten Modulation arbeiten sie das heißt die sind ein paar Bruchteile der Sekunde komplett hell und ein paar andere Bruch Teile komplett dunkel und im Mittel entsteht daraus die gewünschte Helligkeit.

00:05:46: Meistens findet ihr dann so ein durchgestrichenes Dimm-Symbol auf der Verpackung.

00:05:50: Viele moderne LEDs machen es aber besser, sie arbeiten mit CCR einer Konstantstromregelung.

00:05:56: zu erkennen ist dadurch dass dieses Dim Symbol nicht durchgestrichen.

00:06:00: Ja, dann fassen wir doch mal zusammen.

00:06:01: Also die großen Schwächen aus den zwei Tausenden haben sich die LEDs hinter sich gelassen.

00:06:05: Die blassen Farben das kühle Licht und das flimmern.

00:06:09: Die EU schreibt sinnvolle Grenzwerte vor so dass ihr auch ohne Blick ins Datenblatt ganz okaye LEDs findet.

00:06:16: Wenn ihr besonders farbkräftige sucht dann achtet auf ein CI oder RA Wert ab neunzig oder fünfneinzig aufwärts Oder wenn ihr es findet R neun größer Fünfzig.

00:06:27: Und wenn ihr dimmen wollt dann achtete.

00:06:30: Und die Farbtemperatur, die dürfte natürlich nicht vergessen.

00:06:33: Das war bei den alten LEDs auch schon so!

00:06:35: Ja ich hoffe das hat euch geholfen.

00:06:36: über ein Like würde ich mich dann sehr freuen und erst recht über ein Abo.

00:06:39: Wie sind eure Erfahrungen?

00:06:41: Trauert ihr den alten Glühbirnen noch nach oder habt ihr euch an LEDs gewöhnt oder sucht ihr sie ganz speziell nach solchen Kriterien schon aus.

00:06:49: Ich würde mich freuen euch auch beim nächsten Mal wieder zu sehen.

00:06:52: bis dahin Tschüss.

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