Diese Solaranlage bringt mehr Geld (und klappt sich bei Unwetter zusammen)
Shownotes
Solarpanels, die automatisch dem Sonnenstand folgen, gibt es schon lange. Die zwei Besonderheiten an dem neuen System im Video sind, dass es die Panels bei Unwettergefahr einklappt und schützt, und dass es wartungsärmer als bisherige Systeme sein soll. Es stammt von der Uni Graz und wurde von den Forschenden um Armin Buchroithner „FLAP Track“ genannt. Das Video stellt Flaptrack kurz vor und ordnet ein, wo diese so genannten nachführenden Systeme sinnvoll sind, und welche Alternativen es für Privatnutzer gibt.
00:00 Intro 00:37 Details zur Forschungsanlage 01:42 Das Zusammenklappen 02:13 Der Linearantrieb fürs Kippen und Einklappen 02:45 Bisherige nachführende Systeme 03:25 Privateinsatz 04:03 Maker-Projekte 04:31 Fazit und Verabschiedung
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00:00:00: Diese Solarmodule folgen immer automatisch dem Sonnenstand.
00:00:03: So sind sie immer optimal ausgerichtet und können viel mehr Ertrag erzielen, von vierzig Prozent ist die Rede.
00:00:09: Diese Anlage stammt von einem Forscher-Team der Universität Graz und sie beherrscht einen weiteren spannenden Trick.
00:00:15: Sie kann sich nämlich bei schlechten Wetter automatisch zusammenfalten um die Panels zu schützen.
00:00:20: Ganz neu sind diese sogenannten nachführenden Systeme freilich nicht.
00:00:23: Die gibt's seit Jahrzehnten.
00:00:24: Sie haben aber einige Nachteile und die Grazer Forscher gehen zwei davon jetzt gezielt.
00:00:29: In diesem Video gucken wir uns das neue System also etwas näher an und werfen auch einen kurzen Blick auf die bisherigen Nachführsysteme.
00:00:36: Viel Spaß!
00:00:54: Diese Testanlage steht auf einem Campusgebäude der Uni und liefert eine Kilo Watt PX.
00:01:00: Sie hat also vier Module, sie sammelt fleißig Daten über Verschleiß- und Ertrag- und Windlast und die Forscher schauen dass sie den autonomen Betrieb dadurch verbessern können und schauen auch ob sie eine Gewichtsreduzierung
00:01:11: hinkriegen.
00:01:12: Durch das Nachführen muss man sich jetzt gar nicht mehr entscheiden richtig die Module nach Osten und Westen oder nach Süden aus sondern man bekommt quasi Alle drei Lagen auf einmal und das sogar noch in viel präziser.
00:01:23: Knapp vierzig Prozent mehr liefert so eine Anlage, dann an einzelnen Tagen sogar sechsundfünfzig Prozent.
00:01:28: Und vor allem morgens und abends.
00:01:30: dann liefert sie dann mehr als das Doppelte als eine mit festen Panels.
00:01:34: Das trägt auch zur Netzinigkeit bei weil gerade morgens oder abends der Strombedarf so hoch ist und damit steigt auch die Wirtschaftlichkeit von solchen Anlagen.
00:01:42: Dann die erste Besonderheit der Anlage, dass zusammenklappen.
00:01:46: Bei einem drohenden Unwetter faltet sie die Panels face-to-face aufeinander und legt sie auf den Boden ab.
00:01:51: Da sind Sie dann vor Beschädigungen geschützt und bieten dem Wind weniger Angriffsfläche.
00:01:55: Solche starken Unwetten werden ja leider zunehmend – da haben wir in den letzten Wochen schon erste Beispiele gesehen!
00:02:01: Auch bei Schnee faltete sich zusammen so das die Panel wenn es sich aufklappt frei von Schnee sind und auch nachts faltet sie zu, so dass nochmal das Risiko für Beschädigung und Verschmutzung ein bisschen kleiner wird.
00:02:13: Dann zur zweiten Besonderheit neben dem Zusammenklappen die bisherigen Nachführanlagen leiden unter einem hohen mechanischen Verschleiß.
00:02:20: Die gehen dann irgendwann kaputt und bleiben falsch ausgerichtet stehen bis ein Wartungstechniker rausfährt und das ganze Giraffel repariert.
00:02:27: um diesen Wartungsaufwand zu verringern haben die Grazer Forscher nun einen ganz speziellen Antrieb entwickelt.
00:02:32: Und zwar übernimmt dabei ein einzelner Motor sowohl Kippen als auch das Zusammenfalten der Module.
00:02:38: Lediglich für die Drehung kommt da noch ein Riemenantrieb zum Einsatz, das Ganze soll dann eben Installations- und Wartungskosten sparen.
00:02:45: Neu ist die Idee der Sonnennachführung.
00:02:47: wie gesagt nicht schon länger gibt es die sogenannten einachsigen Systeme, die kippen entweder horizontal um der Sonne zu folgen oder sie drehen sich bei konstantem Winkel.
00:02:58: Und es gibt die zweiachsigen Systeme, die können sich eben in beide Richtungen drehen.
00:03:03: Hauptsächlich kamen solche Nachfolgesysteme im riesigen Solarpark zum Einsatz und ich glaube interessanter waren Sie zu Zeiten als die Panels noch so wahnsinnig teurer waren als die Motoren.
00:03:12: Heutzutage dürfte es günstiger sein einfach mehr Panels in verschiedenen Ausrichtungen aufzustellen.
00:03:17: Laut Wikipedia erzielen solche Systeme in Deutschland etwa zwölf bis achtzehn Prozent mehr Ertrag.
00:03:22: In Südeuropa können es auch mal sieben, zwanzig Prozent sein.
00:03:25: für Privatleute ist so eine Nachführung glaube ich aber nur selten sinnvoll.
00:03:28: Ich meine offen Balkon und auf dem Salldach kann man ja sowieso nichts drehen.
00:03:32: Aufm Flachtdach oder auf einem Garagendach magst vielleicht noch funktionieren Aber schon im Garten.
00:03:36: wer hat da überhaupt den ganzen Tag so viel Sonne und will dann auch genau diesen schönen sonnigen Platz mit so Dingen dann irgendwie zustellen?
00:03:43: Wie sieht's bei euch aus?
00:03:44: hättet ihr denn eine Verwendung für?
00:03:46: schreibt in die Kommentare.
00:03:47: Das finde ich spannend!
00:03:48: Im kleinen Markt ist manchmal funktionieren oder ein schönes Spielzeug sein, vielleicht sogar sinnvoll sein.
00:03:53: Jedenfalls gibt es einen Aksige Tracker so für hundert-zwarhundert Euro ungefähr zu kaufen direkt schon mit der Sensorik dabei und zwei Aksigen vielleicht so um dreihundert Euro.
00:04:03: Auch als Mega-Projekte gibt es da einiges.
00:04:05: Ein Erfinder Duo aus Aschaffenburg hat zum Beispiel einen Mikrocontroller gesteuertes Minikraftwerk mit Sonnenfolger und Sturmsicherung gebaut, auf Plattformen wie Instructables & Hackaday finden sich Arduino basierte Tracker so vielleicht ab dreißig US Dollar.
00:04:22: Und unsere heiße Zeitschrift Make hat sogar mal einen PV Anhänger vorgestellt – mit verstellbaren Modulen.
00:04:28: den muss man allerdings noch manuell zur Sonne ausrichten!
00:04:31: Das spannende am System der Uni Graz ist also gar nicht das Nachführen selbst, sondern die zwei Besonderheiten.
00:04:36: Das Ding kann sich zusammenhalten um die Module zu schützen und der Aufbau soll besonders investitionsgünstig und wartungsarm sein.
00:04:44: Ob es sich das Ganze bezahlt macht?
00:04:46: Ist natürlich noch eine andere Frage, dass wird sich zeigen!
00:04:48: Das System hat ja vier Module aber wenn man sich das anschaut auf den gleichen Platz könnte man vielleicht auch sechs oder acht Module anbringen.
00:04:56: Die wiederum liefern dann wiederum nur zur Peakzeit einen höheren Ertrag Und das System, das Nachfühlsystem ist ja gerade morgens und abends von großem Vorteil.
00:05:05: Schön aber dass die Forschenden diese alte Idee nochmal neu denken und ein paar neue Aspekte einbringen.
00:05:11: Mal gucken was draus wird!
00:05:12: Vielleicht lohnt sich so'n zusammenklamppendes und nachführendes System dann wenn die Module wieder teurer sind?
00:05:18: Wenn also eine sehr effiziente aber eben noch teurere Technik zum Einsatz kommt.
00:05:22: dazu hatte Sophia im vorigen Video etwas Spannendes rausgefunden und dann vielen Dank fürs Zuschauen bis hier hinten.
00:05:29: hoffentlich bis zum nächsten mal Tschüss.
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